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17.05.-20.05 U(h)rsprung

Uhrsprung Fotos:Film 1 (263 Bilder)

Film 2 (167 Bilder)

Bilder und Informationen sind auch unter www.uhrsprung2002.de zu finden.

U(h)rsprung:

Mehr als zwei Jahre Vorbereitung und Organisation von Inhalt und Logistik hat es gebraucht, nun sind die vier Tage des größten Zeltlagers in der Geschichte des DPSG-Diözesanverbandes Münster ebenfalls schon wieder Geschichte. Aber alle sind sich einig, vom Wölfling bis zum Gruppenleiter, dieses Zeltlager war ein voller Erfolg und wird noch lange viel Gesprächsstoff bieten.

Auch die Pfadfinder des Stammes Rhede haben mit 77 Leuten teilgenommen. Gemeinsam mit den anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern des Bezirkes Borken machten sie sich am Freitag, den 17. Mai, auf den Weg in den hohen Norden der Diözese Münster, zum Stoppelmarktsgelände der Stadt Vechta. Schnell zeigte sich, dass das Gelände, auf dem sonst Popkonzerte und der größte Jahrmarkt Norddeutschlands stattfinden, den Anforderungen eines Pfadfinderzeltlagers mehr als gewachsen war. In Bezirksdörfern wurden die Schlafzelte aufgebaut, und dann ging es auch gleich mit der Eröffnungsveranstaltung los. So eingestimmt fanden die 4.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Zeltlagers am ersten Abend erst sehr spät ins Bett, zu viel Neues und Aufregendes gab es zu sehen und zu erleben.
Dennoch konnten alle am nächsten Vormittag frühzeitig aufstehen, denn das nächste Highlight stand schon vor der Tür: die Meile der Möglichkeiten! Dem Diözesanverband war es gelungen, mehr als die Hälfte seiner Mitglieder für dieses Lager zu mobilisieren. Deshalb lag es nahe, dass sich die 110 anwesenden Stämme mit ihren Aktionen vorstellten. Bei herrlichem Sommerwetter gab es Möglichkeiten für alle, vom Wölfling bis zum Gruppenleiter: auf Hüpfburgen rumtoben, im Sand buddeln, auf einer Glitschbahn aus garantiert echtem Nordseeschlick rutschen, an einem Totempfahl schnitzen, im Internet surfen, unter Anleitung eines echten Zeitungsprofis eine Lagerzeitung produzieren oder einen eigenen Radiobeitrag erstellen. Es gab einfach nichts, was es nicht gab. Und als gemütlicher Ausklang fanden an diesem Tag dann große Lagerfeuerrunden und Gitarrenmusik in den neun Bezirksdörfern statt.

Ging es am Samstag um das kennen lernen der Stämme (Ortsgruppen) in der Diözese Münster, so stand am Pfingstsonntag das kennen lernen innerhalb der Altersstufen über die Stammesgrenzen hinaus im Vordergrund
Die Wölflinge (8-11 Jahre) brachen zu einer phantasievollen Weltreise auf. Sie lösten in jedem Land, das sie besuchten, eine Aufgabe für die dort lebenden Menschen, denn das Motto der Weltreise lautete: „Die Welt braucht Euch!!!“.
Die Jungpfadfinder (11-14 Jahre) machten an diesem Tag den „Timewarp“ in die Welt der „Space-Scouts“. Um in ihre „Spacelabs“ genannten Workshops zu gelangen, mussten sie zunächst symbolisch die Rakete in den Weltraum starten. Dass die „Juffis“ dabei jede Menge Leute getroffen und Kontakte über die irdischen Grenzen hinaus geknüpft haben, versteht sich von selbst.
Die Pfadfinder (16-18 Jahre) konnten truppweise beim Spiel „Takeshi’s Castle“ auf einem riesigen Areal gegen den fiesen Fürsten Takeshi und dessen Vasallen antreten. Dabei mussten sie fünf Prüfungen bestehen, die Geschicklichkeit, Ausdauer, einen klaren Verstand und schlammresistente Kleidung erforderten. Das Startgeld in Höhe von 100 € pro Gruppe wurde am Ende unter den ersten acht Teams verteilt, die damit selbst gewählte karitative oder soziale Projekte unterstützen. Die Rover (16-18 Jahre) gestalteten das Thema „Zukunft der DPSG“ in Workshops, offenen Angeboten und vielen Gesprächen in einer stilvollen Atmosphäre, bei der so mancher Gedanke schärfere Konturen annahm.
Die Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter stellten ihre Zukunftswerkstatt unter das Motto „uHr-spunk“. Sie wollten sich für die Zukunft „updaten“. Auf spielerische Art und Weise gingen sie der Frage nach, ob die DPSG ein moderner Jugendverband oder eine Kinderbeschäftigungs- und Ferienstation ist. Zu Gast war der Bundesvorsitzende der DPSG, Stephan Jentgens aus Aachen.Am Abend wurden dann im 2.200 qm Grundfläche überspannenden Zirkuszelt unter der Moderation des „pfadfinderfesten“ Schauspielers und Entertainers Heiner Dresen und den Einspielungen verschiedener Präsentationen zunächst weitere Zukunftsperspektiven „upgedatet“. „Bis hierher und weiter“ war schließlich die Devise! Zu der Musik der Bands „Rockfort“ und „Teachers“ wurde anschließend gefeiert und getanzt, denn es war der letzte gemeinsame Abend im Pfingstlager.

Der Montag stand ganz im Zeichen des Heiligen Geistes. Die 4.500 Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie zahlreiche Gäste feierten mit dem Bundeskuraten der DPSG, dem Benediktinermönch Guido Hügen aus Meschede (Sauerland), einen multimedialen Gottesdienst, der den Hauch des Heiligen Geistes fast sichtbar und ganz sicher spürbar machte. Im Anschluss verabschiedete der Diözesanvorstand die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und bedankte sich ganz herzlich bei ihnen für die großartige Beteiligung und den reibungslosen Ablauf des Lagers.

Zum Guten Schluss, das Zeltlager in Zahlen:18 000 verzehrte Brötchen, 1 000 Brote, 3 500 Liter Milch pro Tag – das sind die nackten Zahlen einer Veranstaltung, von der die Stadt Vechta und die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Diözese Münster noch lange sprechen werden: uHrsprung 2002 auf dem 160.000 qm großen Stoppelmarkts-Gelände, an dem rund 4 500 Kinder und Jugendliche aus 9 Bezirken und 110 Stämmen (Ortsgruppen) vom Niederrhein bis zur Nordsee teilgenommen und es zu einem unvergessenen und lebendigen Erlebnis gemacht haben – bis hierher und weiter!!!!